Schule gestern, heute, morgen
Am 28. August 2026 feierte die DPFA-Regenbogen-Grundschule Leipzig ihr 20-jähriges Bestehen. Kinder, Familien, ehemalige Schülerinnen und Schüler, Mitarbeitende und Gäste blickten auf zwei Jahrzehnte Schulgeschichte zurück und beschäftigten sich zugleich mit der Frage, wie Schule in Zukunft aussehen kann. Die Projektwoche „Schule – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“ machte das Jubiläum zu einem Fest voller Erinnerungen, Ideen und neuer Perspektiven.
Projektwoche auf Zeitreise
Die Tage vor dem Jubiläum standen in der DPFA-Regenbogen-Grundschule ganz im Zeichen der Projektwoche „Schule – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“. Die Schulkinder gingen gemeinsam mit den Lehrkräften auf Spurensuche: Wie sah die Grundschule früher aus? Was zeichnet sie heute aus? Und wie könnte Lernen in einigen Jahren funktionieren? Für den Blick in die Vergangenheit interviewten Schülerinnen und Schüler Lehrerin Jana Loth und Erzieher Steffen Schiweck, die beide seit den Anfangsjahren an der Schule tätig sind.

Vom Jubiläumslogo direkt auf den Kuchentisch: Die große Geburtstagstorte zum 20. Schulgeburtstag kam bei Kindern, Eltern, Mitarbeitenden, Ehemaligen und Gästen bestens an. Am Ende blieb kein Stück übrig. Fotos: DPFA Leipzig
Schule heute – aus Kindersicht
Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Schule am 28. August in einer bunten Ausstellung im Schulhaus aus ihrer eigenen Perspektive. Dabei beschäftigten sie sich mit dem Schulalltag, mit Entscheidungen und mit der Frage, wie sich die Regenbogen-Grundschule entwickelt hat. Besonders kreativ wurde es in einem zweitägigen Workshop mit Poetry-Slammer Nils Straatmann. Unter seiner Anleitung entstanden humorvolle, persönliche und nachdenkliche Texte. Einige handelten von Schulangst, andere von der Frage, was die beste Schule der Welt ausmacht. Die Kinder brachten eigene Gedanken zu Papier, beschrieben ihre Erfahrungen und zeigten, welche Themen sie aktuell bewegen.
Beim Jubiläumsfest präsentierten einige Schülerinnen und Schüler ihre Texte auch auf der Bühne. Dort übernahmen sie noch eine weitere Aufgabe: Sie interviewten Schulleiterin Karen Brunner, Hortleiter Marco Witt und DPFA-Geschäftsführerin Catrin Liebold. So wurde die Gegenwart der Schule nicht nur gezeigt, sondern vor allem aus Sicht der Kinder erzählt.
Was beschäftigt Kinder, wenn sie über Schule schreiben? Im Poetry-Slam-Workshop mit Nils Straatmann entstanden sehr persönliche, humorvolle und nachdenkliche Texte. Eine Auswahl ist in der Bildergalerie zu sehen. Fotos: DPFA Leipzig
Was nach 20 Jahren bleibt
In ihrer Rede richtete Schulleiterin Karen Brunner den Blick auf die Menschen hinter zwei Jahrzehnten Schulgeschichte. Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler kehrten zum Jubiläum an einen vertrauten Ort zurück. Manche Familien erleben die Regenbogen-Grundschule inzwischen bereits mit dem zweiten Kind.
Hinter 20 Jahren stehen erste Schultage, Freundschaften, Lernfortschritte, kleine Erfolge und große Entwicklungsschritte. Manche Räume sehen heute anders aus als früher, neue Angebote sind hinzugekommen und pädagogische Ideen haben sich weiterentwickelt. Erinnerungen an prägende Menschen und besondere Erlebnisse bleiben jedoch oft lange bestehen. Der Blick ging deshalb nicht nur zurück. Auch die kommenden Jahre spielen eine wichtige Rolle: “Kinder sollen neugierig bleiben, Fragen stellen, Fehler machen, eigene Ideen entwickeln und Neues ausprobieren dürfen!”, rundet Karen Brunner ihre Rede ab.
Freiraum gehört zum Lernen: Eigene Fragen stellen, Ideen verfolgen und Verantwortung übernehmen, dieser Ansatz beschränkt sich an der DPFA-Regenbogen-Grundschule Leipzig nicht auf eine Projektwoche. Raum dafür schafft u.a. der FREI DAY. Fotos: DPFA Leipzig
Ein Stück Gegenwart für später
Ganz abgeschlossen ist das Jubiläum noch nicht. Eine Zeitkapsel soll auf dem Schulgelände vergraben werden und für zehn Jahre unter der Erde bleiben. Befüllt wird sie an einem FREI DAY mit Bildern und Briefen der heutigen Schülerinnen und Schüler. Zum Schulfest selbst fehlte die Kapsel allerdings noch, sie war nicht rechtzeitig angekommen. Der Plan bleibt trotzdem bestehen. Sobald sie da ist, halten die Kinder darin fest, wie sie ihre Schule heute erleben, was sie beschäftigt und welche Gedanken sie an die Zukunft haben. Im Jahr 2036 soll die Zeitkapsel wieder geöffnet werden. Dann zeigt sich, was aus den Ideen, Wünschen und Erinnerungen von heute geworden ist.



